AGATHOCLES  - „TO SERVE...TO PROTECT /LEADS TO...
Soll ich jetzt echt ne AGATHOCLES CD besprechen? Ist doch völliger Quatsch, weiß doch eh jeder was die machen und da ändert sich auch nichts. Jetzt nicht und auch nicht in den nächsten 10 Jahren. Einzig der Sinn dieser Veröffentlichung will mir nicht so ganz klar werden, denn neue Songs sind komplette Fehlanzeige. Es handelt sich da eher um ein oder besser mehrere Re – Releases diverser älterer AGATHOCLES Eskapaden. Zum einen dürfte „To Serve...To Protect“ schon mal separat als CD erschienen sein und darüber hinaus jeweils teilweise als Split LP´s  mit UNHOLY GRAVE und DISCULPA. Nimmt man ´s also genau, ist das mittlerweile der dritte Aufguss. Und auch die Bonustitel gab’s schon mal auf ner 7 mit KONTATTO. Also scheint diese CD keine wirkliche Berechtigung zu haben, aber bei den Belgiern ist die „ Mehrfachnutzung“ ihres Materials auch nicht wirklich ne Seltenheit. Und bei so nem Arsch voll Veröffentlichung seit 1988, blicken die sicher selbst nicht mehr durch. Kann auch keiner, wenn die Irrenhrlich mit nem Bus voller neuer CD´s, LP´s und Split 7 anrücken. Wer seinen 5 Uhr Tee also ordentlich „verminced“ bekommen  möchte, von den erwähnten CD ´s oder LP´s nichts im Regal hat und mit der leicht ignoranten Einstellung der Belgier gegenüber anderen, eher Metal orientierten Bands klar kommt, der dürfte auch bei diesem Happen wieder Spaß haben.
No Fashion HC Rec

 

AGATHOCLES – “MINCER” ( LP )
Was soll ich denn noch zu AGATHOCLES schreiben? AGATHOCLES sind AGATHOCLES sind AGATHOCLES oder wie. Die rocken, die scheppern, die grinden, leben von pflanzlichem Eiweiß, sind immer lieb zu Tieren und auch sonst politisch korrekt. Sie haben sich selbst erfunden und tun das auf jeder Veröffentlichung neu. Sie sind nicht filigran aber mit den Jahren doch eingängiger geworden. AGATHOCLES entwickeln sich nicht wirklich, aber dazu hat das belgische Karussell sicher auch keine Veranlassung. Mir gefällt das aktuelle Zeug trotzdem gut, ganz besonders die teils punkige teils rockige Note der neuen Songs. 20 Jahre und kein bisschen leiser, die Nadelstreifenetage kriegt immer noch ihr Fett weg. Frag ich mich nur, wie eine Band, die weit über 100 Releases hat, überhaupt noch neue  Stücke zusammenkriegt, ohne sich ewig zu wiederholen. Gut im Grunde machen sie’s ja auch (auch wenn ich dieses Album davon ausnehmen will) und trotzdem schadet es der Band nicht. Wer sonst die Nase voll von AGATHOCLES hat und nicht mehr durchsieht, kann sich ohne Bedenken dieses Vinyl schnappen, das gehört ganz bestimmt zu den Besseren Releases! Die LP Version entspricht der CD, die bei Listenable veröffentlicht wurde. ( JUPP )
Power It Up

 

AGATHOCLES – „MINCER „ ( LP )
AGATHOCLES und kein Ende: Auch noch über hundert Veröffentlichungen und mehr als zwanzigjähriger Bandgeschichte ist immer noch keine Ruhe im Stall der Belgier eingekehrt. Wohl kein noch so fanatischer Grindcorefreak dürfte es schaffen, alle Releases der Band sein eigen zu nennen, außer er verkauft  Haus, Hof, Frau und Kind. Einige Zeit nach Veröffentlichung der CD Version des neuen Albums „Mincer“ liegt nun die entsprechende Vinylversion des Albums auf Power-It-Up Records vor, was zumindest die Komplettisten derBand einmal mehr in den Wahnsinn treiben dürfte. Für alle, die bisher mit einem Kauf warteten, dürfte zumindest jetzt der Zeitpunkt gekommen sein, in die herrlich rumpelige Welt des belgischen Mincecores einzutauchen, für dessen Stil die Belgier als Synonym stehen. AGATHOCLES sind die Urgesteine der Grindszene, so dass es kaum Sinn macht, neuere Bands als Vergleiche heranzuziehen, da selbige meist die Belgier als Einfluss angeben .Für Neuseinsteiger sei gesagt, dass „Mincer“ sicherlich kein technisch großartiges Werk ist und das spielerische Niveau der Scheibe eher flach bis punkig-profan ist. Ziemlich simpel gestrickter Grind mit
gesellschaftskritischen Texten ist keine neue Erfindung und abseits von CRIPPEL BASTARDS, frühen REGURGITATE und ganz alten NAPALM DEATH bzw. CARCASS tausendfach kopiert und zum Teil auch besser gespielt worden. Die Produktion erreicht eher untere Mittelklasse und klingt mehr wie in Schnelle zusammengezimmert, was aber ehrlich gesagt bei jeder Veröffentlichung der drei Sickos so ist. AGATHOCLES muß man einfach lieben und akzeptieren wie sie sind, dafür gibt’s einen recht schmerzfreien Spaß der größeren Sorte geboten, da zumindest mir nach 21 Stücken mächtig der Arsch und die Ohren glühen. Wer kann bei einem solch energischen Geschepper, Gehämmer und Geschrote schon ruhig sitzen bleiben oder die Anlage nicht auf 12 aufdrehen?! Eben! Macht Spaß und muss so sein! ( DIRK )
Power it up

 

 

AGATHOCLES – „“THE LP‘S 1989-1993“
33 Songs ,welche die Welt verändern bzw. schon verändert haben ?Mit dieser Veröffentlichung bieten die Belgier  hier ein ganz besonderes Schmackel ,insbesondere für die Sammler Freaks unter Euch an .Alle anderen ,die einfach mal sehen bzw. hören wollen ,was in den vergangenen Jahren musikalisch von denen gekommen ist ,sei das Teil natürlich auch empfohlen .Denn hier gibt‘s aus der Dekade 1989-1993 ,zusammengesetzt auf einer CD ,gleich drei deren Split LP’S ( Split mit Drudge von 1989 / mit Lunatic Invasion von 1991/mit Averno von 1993) zu ergattern .Dabei kann man nun über den Sinn dieser Veröffentlichung  streiten .Denn das belgische Urgestein ist ja nun mehr als bekannt dafür , dass sie massig an diversem Tonmaterial ( insbesondere viele Splits ) in fast regelmäßigen Abständen raushauen .Das hierbei dann öfters auch mal Material dargeboten wird ,was man nun nicht unbedingt wirklich braucht (Liveaufnahmen oder auch Proberaummitschnitte) ,hinterlässt in gewisser Hinsicht doch mal nen faden Beigeschmack .Für die richtigen Agathocles Freaks sind aber auch sicherlich solche Sachen die absolute Pflicht ! Und so denke ich auch mal ,dass sich auch für diese Veröffentlichung nen ganzer Haufen an Leutchen finden  ,die hier gleich mal zuschlagen werden / müssen . So rein vom Sound her sollte man hier allerdings nicht allzu viel erwarten .In Reinkultur, mit eher stumpfen minimalistischen Sound zieht man hier dreckig und roh seine musikalischen Bahnen ,wobei es dann streckenweise doch eher recht chaotisch zu Werke geht .Ich sehe das aber dennoch als nen positiven Aspekt an, denn stellt Euch mal vor ,man hätte die kultigen Stücke nachträglich mit der ganzen modernen Technik nachbearbeitet ! Dann wäre ohne Zweifel die fast schon typische Trademark der Band voll verloren gegangen .So wie sich der Sound hier präsentiert ,geht der deshalb absolut voll in Ordnung .Ob oder wer nun wirklich unbedingt diese Veröffentlichung haben muss ,muss jeder für sich selbst entscheiden. (LEO)   
Power it Up

 

AGATHOCLES/ H.407  - „FOR WHAT? – FOR WHO ?” (SPLIT CD)
Es gibt wohl auf der weiten Welt kaum noch ne Band ,welche nun Agathocles in Sachen Split Veröffentlichungen noch übertreffen kann oder wird .Und um diesen “Trend“ beizubehalten ,hat sich der Besen von Apathic View Production nun auch mal dran gemacht ,um uns nen netten ,kultigen und sehr derbem Batzen vor die Füße zu werfen .Die polnische Lärmkolonne von H.407 stehen hier mit insgesamt 13 netten Stücken am Start ,welche im direkten Vergleich zu Agathocles es nicht ganz so fett in sich haben .Ihr sehr Crust beeinflusster Grindcore rumpelt doch ganz schön und ist nun nicht gerade das ,was man als durchweg interessant einstufen kann .Zwar gibt’s hier und da mal so ein paar echt saftige Grindgranaten wie z.B. “They try to entrap us“ ,die Lust auf mehr machen ,aber mit zunehmender Spieldauer verflacht das Geschehen doch etwas und wirkt auf mich recht eintönig .Im Großen und Ganzen erledigen die ihre Sache zwar recht anständig, aber dieses gewisse Maß an Eigenständigkeit gespickt mit etwas Kreativität haben die Burschen halt nicht gepachtet .
Bei AGATHOCLES kann der wahre Fan nun absolut nicht meckern .Obwohl die Songs wohl alle von nem Livegig stammen ,sind die rein qualitativ gesehen sehr weit oben angesiedelt und eigentlich merkt man es den Stücken zu keinem Zeitpunkt an ,das sie live dargeboten werden .Entweder waren keine Besucher da ,die haben sich alle so leise verhalten oder man hat  gerade diese Sachen am Mixer runtergeschraubt ,bzw. komplett weggenommen .Naja ,finde ich persönlich ein bissel schade ,da dieses gewisse Livefeeling absolut nicht rüberkommt .Ansonsten geht’s in Sachen Mucke voll in Ordnung .Wie man’s von Agathocles kennt ,fahren die hier das volle Geschütz auf ,welches von absolutem Gemetzel bis hin zu eher schleppenden Blutorgien reicht .Fans der Band werden mir sicherlich zustimmen ,wenn ich mal sage ,dass deren Mucke am ehesten an ganz alte Carcass oder Napalm Death Sachen orientiert ist .Metalextremisten der ersten Stunde kommen hier nicht dran vorbei und auch für Neuankömmlinge in der Szene ist dies sicherlich nen leckerer Happen ,um mal ins extremer Muckelager reinzuschnuppern . ( LEO)
Schon wieder ne CD mit Belgiern, machen die auch was anderes? Müssen die auch essen und kacken wie die Normalen? Eine Frage die sich mal wieder nicht klären lässt. Den Vortritt haben aber 6 polnische Gewebeverbindungen zusammengefasst als H.407. Die zirpen dann gleich mit 2 Sängern in Landessprache und
grinden ganz fleißig. Ist nicht tatsächlich aufregend, aber für ne anständige Portion Hiebe auf den Kortex reicht das alle mal! Mal ganz fix getrümmert, dannwieder mit punkigen 3 Akkorden losgehüpft. War alles schon da und ist geblieben. Gutes ist eben für die Ewigkeit. Ich jedenfalls finde H.407 (was soll das eigentlich bedeuten, den addierten IQ einer mitteleuropäischen Landesregierung?) ganz gut. Der Sound kränkelt etwas, ist ganz schönes Geschepper. Na und AGATHOCLES kommen dann noch mit ollem Livekrempel von 1917, direkt vorm Eispalast anlässlich einer fälligen Revolution aufgenommen. Der Sound für solch Liveverbrechen ist erstaunlicherweise ganz passabel. Kommt daher, dass er direkt vom Pult abgenommen wurde. Soll ich noch was zur Musik erzählen…ihr habt sie ja nicht alle! ( JUPP)
Apathic View Production